Sarkozy und die Medien
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UnabhängigkeitIm Kern geht es um die Unabhängigkeit der Medien. Seit der Wahl von Nicolas Sarkozy ist der drohende Verlust dieser Unabhängigkeit ein Dauerthema in der Öffentlichkeit. Sarkozy trägt das Seine dazu bei. Unverhohlen bekennt er sich dazu, ein Freund der größten Medienbosse des Landes zu sein. So manch bekannter Journalist stürzte bereits über diese Männerfreundschaften: der Match-Chefredakteur Alain Genestar und Fernseh-Moderator Patrick Poivre d'Arvor. Doch die Kritik daran stört Sarkozy nicht. Unbeeindruckt proklamierte er sich jüngst gewissermaßen auch noch zum Schatten-Intendanten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.Von Anfang an droschen die Webjournale neben dem Canard, Libération und Marianne am heftigsten auf ihn ein, und zwar jedes Medium auf seine Art, mit einem eigenen Design und einer eigenen Sprache. Manche Information hatten sie exklusiv: Auf rue89 stand zuerst, dass Sarkozys Ex-Frau Cécilia nicht zur Wahl gegangen war und diese Nachricht von der Sonntagszeitung JDD aus dem Hause des Sarkozy-Freundes Lagardère zensiert worden war.Das Portal De source sûre (aus sicherer Quelle) brachte als erstes Medium das Video von einem angetrunken wirkenden Sarkozy auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm. Mediapart gelang es sogar, international zitiert zu werden, allerdings nicht mit Gemeinheiten über Sarkozy, sondern mit einem Bericht über den mutmaßlichen Insiderhandel beim Luftfahrtkonzern EADS.
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